Stimmt es, dass der Großteil des EU Budgets in die landwirtschaftliche Förderung fließt?
Stimmt es, dass 80% der Agrarförderungen der EU an eine handvoll Großbetriebe ausbezahlt werden, die die normalen Bauern mit ihren Dumpingpreisen ruinieren, die Umwelt mit Großeinsatz von Chemikalien und Maschinen zerstören, und die Konsumenten mit medikamenten- und chemikalienverseuchten minderwertigen Produkten belasten?
Stimmt es, dass die EU mit dem System der Großbetriebsförderung die bisher bestehende Landwirtschaft in den neuen Beitrittsländer innerhalb kürzester Zeit in den Ruin treiben, ein großer Teil der Bevölkerung ihre Lebensgrundlage verlieren und sich demnächst um nicht vorhandene Industrie-Arbeitsplätze anstellen wird, um danach mangels Arbeitslosenabsicherung einfach zu verhungern?
Stimmt es, dass die EU Agrarprodukte hoch subventioniert, während sie durch das Werkzeug WTO den "Entwicklungsländern" verbietet, ihre Agrarwirtschaft zu schützen, und diese Länder mit ihren billigen Agrarexporten überschwemmt, sodass dort die heimische Landwirtschaft zu Grunde gerichtet wird, die Bevölkerung ihre Ernährungsgrundlage verliert, und die Bauern ihre Existenz verlieren und zu Tausenden in die Millionenstädte ziehen, um dort nach nicht vorhandenen Arbeitsplätzen zu suchen?
Stimmt es, dass die EU beträchtliche Mittel für den Agrartourismus aufwendet, der ein Hin- und Hertransportieren von landwirtschaftichen und lebensmittelindustriellen Produkten zur "Weiterverarbeitung" zwischen den EU-Staaten mit Subventionen belohnt, sodass Kartoffeln von Bayern nach Italien gebracht werden, um sie dort waschen zu lassen, anschließend nach Polen, um sie zu verpacken und schließlich zurück nach Deutschland, um sie dort zu verkaufen?
Stimmt es, dass die UK keine "normalen" Beiträge zahlen wollen, weil sie nicht die französischen Bauern finanzieren wollen? Wenn ja, was wollen die Briten denn essen? (BSE-Fleisch vielleicht?)
Stimmt es, dass die EU hohe Strafen an die USA zahlen muss, weil sie so lange keine genmanipulierten Lebensmittel aus den USA zulassen wollten und dafür von der WTO verdonnert wurden, und dass die EU noch mehr wird zahlen müssen dafür, dass die genmanipulierten Lebensmittel jetzt zwar verkauft werden dürfen, aber die USA die Kennzeichnungspflicht weiterhin bekämpfen?
Sollte irgendetwas davon stimmen, sehe ich für die EU-Finanzierung kein Problem, außer diesem: Unsere Regierungen stecken mit den Profiteuren der EU-Landwirtschaftsförderung unter einer Decke.
Lasst uns unsere Regierungen zum Teufel jagen!
Lizzie
"Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren" (Quelle: weiß ich leider nicht, ist aber nicht von mir, schade.)